Story

Im Spiegel: Die Armut

Was mit einem Reichen passiert, der plötzlich in die Abgründe der Armut schaut.

Story starten
Indien, Neu-Delhi, Slums

heute
Amrit

Du steigst aus dem Taxi und bemerkst, dass du an der falschen Adresse bist.

Du kennst die Gegend.

Dein Büro ist nur ein paar Straßen entfernt, dazwischen ein Meer von Müll, Dreck und kleinen Hütten.

Umsehen

Du spürst die Blicke der Slum-Bewohner auf deinem schwarzen Anzug.

Wohlhabende Menschen sind hier nicht gern gesehen.

Du quetschst dich durch das Gedränge, der Gestank nach verbranntem Plastik und Armut sticht in der Nase.

Weitergehen

Vor einem Müllberg sitzt eine Frau, eingehüllt in einen roten Sari.

Eure Blicke treffen sich kurz.

In ihren Augen: Hoffnungslosigkeit.

Blick abwenden

Du weißt nicht, wo du hinschauen sollst.

Du bist umgeben von bettelnden Kindern, alten Krüppeln, hageren Jugendlichen, die dich vom Rand der Straße mustern.

Was wollen sie von dir?

Dein Smartphone vibriert.

Aufs Smartphone schauen

Noch 15 Minuten bis zum Meeting.

Das wird knapp. Du wischst dir den Schweiß von der Stirn.

Aus den Augenwinkeln bemerkst du, wie sich zwei Männer der Frau im roten Sari nähern.

Ihr helfen und auf sie zugehen
Ins nächstbeste Tuk-Tuk steigen – bloß weg von hier
Indien, Neu-Delhi, Slums

zur selben Zeit
Ajala

Der Mann mit dem Anzug kommt auf dich zu.

Du schaust ihn nochmal bittend an und senkst den Kopf.

Zurückerinnern

Vor zwei Jahren bist du vom Land nach Neu-Delhi gekommen, voller guter Hoffnungen.

Du warst gerade einmal 14, aber trotzdem hast du dich durchgeschlagen: auf Mülldeponien und in Kleidungsfabriken.

Mit leeren Händen bist du hierhergekommen und nun stehst du immer noch mit leeren Händen da. Das einzige, was dir Sicherheit gibt, ist das Küchenmesser.

Messer fest umklammern

Eine Frau zu sein macht alles noch schwieriger: Die Nächte auf der Straße sind lebensgefährlich.

Warum hattest du nie eine richtige Chance auf ein besseres Leben?

Als Unberührbare geboren, als solche sterben, und dazwischen für Großhändler und Immobilienbesitzer arbeiten, ist das gerecht?

Aufschauen

Der Mann im Anzug steht direkt vor dir.

In dem Moment wird er von hinten am Kopf getroffen und knickt vor dir ein. Sein Portemonnaie fällt ihm aus der Hand.

Zwei Männer kommen auf dich zugerannt. Ihre Blicke zeigen keine Gnade.

Das Portemonnaie schnappen und wegrennen
Den Männern mit dem Küchenmesser drohen, nach Hilfe rufen
Indien, Neu-Delhi, Büro

5 Jahre später
Amrit

Du blickst auf das Schreiben des Immobilien-Kartells.

Zusammen bieten sie 25 Milliarden Rupien für Genehmigungen, um neue Apartments und Bürogebäude nahe des Stadtzentrums errichten zu dürfen.

Weiterlesen

Auf den Grundstücken befindet sich seit Jahren eine riesige Papp- und Blechlandschaft.

Mehrere tausend Menschen müssten aus diesen Slums – ihr Zuhause – womöglich mit Gewalt vertrieben werden.

Weglegen und aufschauen

Deine Parteikollegen aus dem Ausschuss für Stadtentwicklung sehen dich erwartungsvoll an.

Du bist unschlüssig und fährst unwillkürlich über die Narbe an deinem Nacken.

Zurückerinnern

In genau diesem Slum wurdest du vor 5 Jahren überfallen, aber jemand hat dich vor dem Schlimmsten gerettet.

Warum wurden diese Slums eigentlich nicht schon früher geräumt?

Neu-Delhi ist zur größten Stadt der Weltgeschichte geworden und gleichzeitig die Stadt, in der die Armut die brutalsten Opfer fordert.

Etwas gegen die unmenschlichen Verhältnisse tun, ohne die Menschen zu vertreiben
Das Angebot annehmen – die Stadt benötigt dringend Geld für ihr Trinkwassersystem
Indien, Neu-Delhi

30 Jahre später
Amrit

Jahrelang hast du versucht, den Menschen ausfindig zu machen, der dich damals im Slum gerettet hat.

Endlich bist du fündig geworden: Es ist die zerbrechliche Frau, die mit einem Beatmungsgerät vor dir liegt.

Sie trägt immer noch den gleichen abgewetzten roten Sari wie damals.

An ihr Bett treten

Eure Blicke treffen sich.

Sie kann nicht sprechen, denn die jahrelange Arbeit im Smog hat ihre Lunge fast zerstört.

Aber ihre lebendigen Augen sind voller Hoffnung und ihr Gesicht verzerrt sich zu einem Lächeln, während sie zum Fenster zeigt.

Kopf zum Fenster drehen

Auf der Fensterbank stehen Bilder von ihren Kindern. Sie gehen zur Schule, die älteste Tochter studiert.

Vor dem Fenster zeichnet sich eine futuristische Silhouette ab. Neu-Delhi ist nicht mehr wiederzuerkennen, die Slums sind verschwunden.

Das ist auch dein Verdienst, denn als Politiker hast du dein Leben den Bedürftigen gewidmet.

Story abschließen
Indien, Neu-Delhi, Büro

30 Jahre später
Amrit

Du sitzt in deinem Büro und schaust auf Neu-Delhi.

Deine Entscheidung, auf den Deal einzugehen, hat vielen Menschen das Leben gekostet.

Auch die Frau im roten Sari, der du an jenem schicksalhaften Tag begegnet bist, ist nicht wieder aufgetaucht.

Zurückerinnern

Als an die Öffentlichkeit gelangte, dass die Stadtverwaltung die Slums für große Mengen schmutziges Geld räumte, kam es zu Massenprotesten.

Für kurze Zeit herrschten bürgerkriegsartige Zustände im Herzen von Neu-Delhi.

Das Geld ist nie aufgetaucht.

Hand zur Faust ballen

Frustriert hast du dich mit anderen jungen Politikern zusammengetan, um für die Enteignung von Großgrundbesitzern zu kämpfen.

Nachdem du durch jahrelangen Einsatz das Vertrauen der Menschen wiedergewinnen konntest, willst du als Bürgermeister nun den Traum erfüllen, dass Neu-Delhi nicht nur die größte, sondern bald auch die gerechteste Stadt der Welt wird.

Story abschließen
Indien, Neu-Delhi, Markt

2 Stunden später
Ajala

Du kannst es nicht fassen – das Portemonnaie ist bis auf ein paar Münzen und Visitenkarten leer.

Portemonnaie wegstecken

Aber dann hast du doch noch Glück – ein Tourist kauft dir das Portemonnaie für 10.000 Rupien ab.

Du bist aufgeregt. Noch nie hattest du so viel Geld auf einen Schlag in der Hand.

Was machst du jetzt damit?

Umschauen

Von den Marktständen dringt der Duft von frischem Hähnchen-Curry herüber.

Dein Magen beginnt höllisch und schmerzhaft zu knurren. Seit Tagen hast du dich nur von den Speiseresten ernährt, die du erbetteln konntest.

Du steuerst einen der Stände auf dem Basar ein.

Geld investieren und das Risiko wagen, ein kleines Geschäft zu starten
Geld ausgeben, satt lässt es sich besser überleben
Indien, Neu-Delhi, Markt

30 Jahre später
Amrit

Du bestellst ein frisches Curry am Imbissstand.

Als du bezahlst, stutzt du.

Die Frau, die das Curry zubereitet hat, kommt dir bekannt vor. Dieser rote Sari…

Ein Gespräch mit ihr anfangen

Sie erzählt, dass sie jeden Tag zehn Stunden Essen für andere Menschen zubereitet, obwohl sie selbst oft auf Mahlzeiten verzichtet, um ihre Kinder durchzubringen.

Mit dem Geld, das am Monatsende übrig bleibt, versorgt sie Flüchtlinge aus Bangladesch, denen es noch schlimmer ergeht.

Fragen, warum sie das macht

Ihre größte Hoffnung ist es, dass ihre Kinder die Schule abschließen und einen guten Beruf finden.

Am besten sollen sie Beamte werden und nie wieder in ihrem Leben einen Slum betreten müssen.

Betreten schweigen

Sie gesteht, dass sie dich damals im Stich gelassen und mit deinem Portemonnaie verschwunden ist.

Sie konnte vom Verkauf des Portemonnaies mehrere Wochen gut leben, dann musste sie sich wieder von übrig gebliebenem Naan-Brot ernähren.

Kopf schütteln

Du schwankst zwischen Wut und Mitleid.

Das fehlende Portemonnaie hast du damals nicht mal bemerkt, du warst einfach froh, dass du schwer verletzt mit dem Leben davongekommen bist.

Du hast den Slum nie wieder betreten, sondern dich auf dein Immobiliengeschäft konzentriert.

Jetzt bist du reich.

Blick über den Markt schweifen lassen

Neu-Delhi platzt aus allen Nähten, besonders die Slums, in denen die verschiedensten Menschen Seite an Seite leben: Wanderarbeiter, Bauern, die ihr Land an Großgrundbesitzer verloren haben, sowie Menschen, die vor Überschwemmungen flüchten, die der Klimawandel verursacht.

Die indische Regierung tut ihr Bestes, um die Not zu lindern, investiert in neue Schulen mit gut ausgebildeten Lehrern.

Aber es sind einfach zu viele Menschen.

Die Frau anschauen

Du bezahlst für das Essen und wünschst ihr alles Gute. Dann suchst du dir einen Platz zum Essen, während sie weiterarbeitet.

Zwischen euch liegt eine unsichtbare Mauer, die du nicht überbrücken kannst.

Story abschließen
Indien, Neu-Delhi, Slums

30 Jahre später
Ajala

Du kannst dich noch genau an jenen Tag erinnern, an dem du die Idee hattest, eine kleine Näherei zu gründen und Mundschutze zu verkaufen.

Zusammen mit anderen Frauen, die mittellos waren, bist du nun ein stolzer Teil der indischen Mittelschicht.

Doch du lässt dich nicht blenden.

Auf die Straße schauen

Neu-Delhi ist zwar kein menschenfeindlicher Ort mehr, gleichzeitig immer noch arm und verschmutzt.

Die Stadt ist noch größer geworden.

Jedes Jahr werden schwimmende Zelte aufgestellt, die den Menschen Schutz vor dem starken Monsun bieten.

Du wurdest von der Stadt in eine Kooperation eingebunden, die Menschen aus den Slums eine kostenlose Ausbildung bietet und sie aus dem Teufelskreis der Armut befreit.

Zum ersten Mal in deinem Leben hast du das Gefühl, dass du die Zukunft ein Stück besser machen kannst.

Story abschließen
Indien, Neu-Delhi, Slums

Einen Augenblick später
Amrit

Das Tuk-Tuk fährt los.

Im Rückspiegel siehst du, wie die Männer die Frau im roten Sari von hinten überwältigen und um die Ecke schleifen.

Ein Gefühl von Ekel steigt in dir auf.

Der Tuk-Tuk-Fahrer schaut dich mit einem seltsamen Blick an.

Aussteigen, Hochhaus betreten, den Lift nehmen

Etwas verschwitzt betrittst du den Meeting-Raum.

Dein Chef ist wütend, dass du wieder nicht pünktlich bist und droht, dich zu feuern.

Auf das Beste hoffen

Aber dein Chef weiß um dein Verhandlungsgeschick mit den Behörden und braucht dich für seine Pläne, auf dem Gebiet des großen Slums am Stadtrand ein teures Wohnviertel zu errichten.

Dein Chef gibt dir eine letzte Chance: Du wirst einen guten Preis aushandeln oder du bist deinen Job für immer los.

Überlegen

Wenn du den Auftrag deines Chefs erfüllst, werden die Menschen im Slum den Neubauten weichen müssen.

Aber wenn du dich weigerst, kannst du das Schulgeld für die Privatschule deiner Kinder nicht mehr bezahlen.

Anweisung befolgen – schnell zum Ausschuss für Stadtentwicklung
Kündigen und einen anderen Job suchen
Indien, Neu-Delhi, Büro

5 Jahre später
Amrit

Nachdem du deinen Job bei der Immobilienagentur geschmissen hast, bist du in die Politik gewechselt.

Inzwischen bist du der Leiter der Indischen Wettbewerbsbehörde und ermittelst gegen ein großes Saatgutunternehmen.

Problem rekapitulieren

Der multinationale Konzern aus Deutschland verkauft seit Jahren gentechnisch verändertes Saatgut zu überteuerten Preisen.

Einmal abhängig von diesem Saatgut müssen die Bauern jedes Jahr neues Saatgut nachkaufen und verschulden sich. Doch die Erträge, welche die gentechnisch veränderten Pflanzen abwerfen, sind zu niedrig, um auf dem Weltmarkt mithalten zu können.

Was dann geschah

Im sogenannten Selbstmordgürtel im Herzen des Landes haben sich in den letzten 10 Jahren 200.000 Bauern umgebracht, da sie nicht mehr wussten, wie sie weiterleben sollen.

Entscheidung treffen

Du willst etwas gegen den Konzern unternehmen. Gleichzeitig weißt du, dass viele Bauern völlig von dem gentechnisch veränderten Saatgut abhängig sind.

Wenn der Konzern sich aus dem indischen Markt zurückzieht, droht eine schwere Wirtschaftskrise, womöglich sogar eine Hungersnot.

Nichts tun, um den Konzern nicht zu verärgern
Eine Milliardenstrafe gegen den Konzern verhängen und die Bauern unterstützen
Indien, Auf dem Land

8 Jahre später
Ajala

Die Sonne prallt auf deinen Rücken, und dein Schweiß vermischt sich mit dem Saatgut, das du über die trockene Erde streust.

Seit einigen Jahren entdecken Indiens Bauern die jahrtausend Jahre alte Tradition des Samenzüchtens wieder neu.

Die Saat kommt gut mit den schwierigen Wetterbedingungen klar und kann dich und deine Familie vorerst ernähren.

Den unglücksbringenden Namen des Konzerns, der deinen Vater in den Selbstmord getrieben hat, hörst du nur noch selten.

Aufstehen und zurück zur Hütte laufen

“Mama!” Dein Sohn kommt zurück von der Dorfschule, die kürzlich von den Dorfbewohnern renoviert wurde.

Du nimmst ihn in die Arme.

Du liebst dein Kind über alles, obwohl du in ihm bereits ein wenig die Züge des Mannes zu erkennen glaubst, der dich damals im Slum vergewaltigt hat.

Zurückerinnern

Als dein Sohn zwei Jahre alt war, hast du es in der Stadt nicht mehr ausgehalten und bist zu deinen Eltern aufs Land zurückgekehrt.

Die indischen Behörden haben mutig gehandelt, den Einfluss der Großkonzerne zurückgedrängt und die Bauern mit viel Geld unterstützt.

Heute stehen du und deine Familie wieder auf eigenen Füßen.

Du bist stolz darauf, dass du zur Nahrungsmittelversorgung deines Landes beitragen kannst und hoffst, dass auch dein Sohn eines Tages den Bauernberuf ergreifen wird.

Story abschließen
Indien, Neu-Delhi

5 Jahre später
Amrit

Durch einen fadenscheinigen Korruptionsvorwurf bist du im Gefängnis gelandet.

Du vermutest, dass der Saatgutkonzern dahintersteckt. Sie sahen in dir wohl eine potentielle Gefahr für ihr blühendes Geschäft auf dem indischen Subkontinent.

Durch das vergitterte Fenster schauen

Du weißt nicht, wie sich die Welt draußen weiterentwickelt, aber das, was durch die Gefängnismauern dringt, klingt nicht gut. Offenbar hat der große Konzern die Preise für Saatgut weiter erhöht.

Dazu kommen die durch den Klimawandel verstärkten Dürreperioden, welche die Saaten nicht aufgehen lassen.

Du bereust bitter, dass du es damals nicht mit dem Konzern aufgenommen hast. Du willst den Fehler wiedergutmachen, doch erstmal sitzt du für die nächsten Jahre hier fest.

Story abschließen
Indien, Neu-Delhi

30 Jahre später
Amrit

Die Klimaanlage läuft auf Hochtouren und trotzdem durchtränkt der Schweiß deinen Anzug und vermischt sich mit dem Rosenwasser, das du großzügig unter den Achseln verteilt hast.

Du wünschst dir wieder einmal duschen zu können, aber die Wasserversorgung in der Stadt ist zum Erliegen gekommen.

Das Büro verlassen

Endlich hörst du die Rotoren des Flugtaxis.

Wieder zu spät.

Du steigst ein und hebst ab.

Nach unten auf die Stadt schauen.

Unter dir drängen sich die Menschenmassen auf den Straßen.

Es sind Einheimische darunter, die in den wenigen verbliebenen Slums keinen Platz finden, aber auch Flüchtlinge aus Bangladesch, die ihr gesamtes Hab und Gut in den schrecklichen Überschwemmungen durch den Monsun letztes Jahr verloren haben.

Schon seit Jahren hast du keinen Fuß mehr auf den Boden gesetzt, denn auf den Straßen liegt der Dreck zentimeterhoch.

Auf die Ankunft vorbereiten

Du betrittst den Meeting-Raum.

Inzwischen macht niemand mehr den Mund auf, wenn du zu spät zu einem Meeting kommst, denn du bist seit 5 Jahren der Chef der Immobilienfirma und gehörst zu den reichsten Menschen Indiens.

Dich nach der aktuellen Lage erkundigen

“Wir haben schon wieder eine wichtige Kundin verloren.”, sagt ein Mitarbeiter.

“Die Sicherheitslage in Neu-Delhi verschlimmert sich von Tag zu Tag. Seit Wochen besetzen Obdachlose immer wieder leerstehende Apartments.”

Die Obdachlosen erstmal dort wohnen lassen, bis die Lage sich gebessert hat
Polizei rufen, um die Obdachlosen aus deinen Häusern zu vertreiben
Indien, Neu-Delhi

Einen Augenblick später
Amrit

Deine Mitarbeiter schauen dich überrascht an.

So viel Empathie sind sie von dir nicht gewohnt.

Sie wissen nicht, dass du immer noch ein schlechtes Gewissen hast, wegen der Sache mit der Frau im roten Sari.

Auf den Boden schauen

Dein ganzes Leben lang hast du dich auf deine Karriere fokussiert. Deine Kinder studieren an Eliteunis in China, du hast sehr viel Geld.

Aber trotzdem bist du nicht glücklich.

Meeting beenden

Du bleibst allein im Büro zurück.

Dein ganzes Geld reicht nicht aus, um den Smog aus Neu-Delhi wegzubekommen. Um frisches Wasser zu bekommen.

Kein Geld der Welt kann dich von den Gefühlen befreien, die du hast, wenn du an die Frau im roten Sari denkst.

Insgeheim hoffst du, dass sie eine von den illegalen Hausbesetzern ist und dank deiner Entscheidung jetzt wenigstens ein Dach über dem Kopf hat.

Story abschließen
Indien, Neu-Delhi

5 Stunden später
Amrit

Du bist zurück in deinem Apartment. Erschöpft lässt du dich in deinen Sessel fallen. Du trinkst zu viel, sagt die Stimme in deinem Kopf. “Zu viel Stress”, grummelst du.

Drei Schlaftabletten mit viel Bier runterspülen

Im selben Moment hörst du das Klirren einer eingeschlagenen Scheibe. In deiner Küche steht jemand.

Augen zusammenkneifen

Es ist eine Frau in einem abgetragenen roten Sari mit einem Messer in der Hand. Irgendwo hast du sie schon mal gesehen.
Du greifst nach der Schusswaffe neben dem Sessel, aber in dem Moment setzt die Wirkung der Schlaftabletten ein.

Story abschließen

Story abbrechen?

Willst du die aktuelle Story wirklich abbrechen?

Dein bisheriger Fortschritt geht dabei verloren.

Fortfahren
Story abbrechen