Glossar

Anthropozentrismus
Der Mensch im Mittelpunkt

Der Anthropozentrismus beschreibt die Überzeugung, dass der Mensch im Mittelpunkt der Welt steht und nur der Mensch einen eigenen Wert hat. Tiere und die Natur sind demnach nur bedeutend, wenn sie für den Menschen von Nutzen sind und werden auch nur dann geschützt.

Wenn du mehr über den Anthropozentrismus und seinen Zusammenhang mit dem Umweltschutz erfahren möchtest, schaue dir dieses kurze Video an: https://www.youtube.com/watch?v=spNMl4F86PQ oder schau bei unserem Modul vorbei: Tiere essen?

Ausgezeichnete BNE vor Ort
Diese Publikation der UNESCO bietet eine Übersicht über Aspekte der BNE sowie Anregungen zur Umsetzung von BNE anhand von Best-Practice-Beispielen. https://www.unesco.de/sites/default/files/2020-06/Starke%20Strukturen.%20Ausgezeichnete%20BNE%20vor%20Ort_final.pdf

Diese Publikation der UNESCO bietet eine Übersicht über Aspekte der BNE sowie Anregungen zur Umsetzung von BNE anhand von Best-Practice-Beispielen.

https://www.unesco.de/sites/default/files/2020-06/Starke%20Strukturen.%20Ausgezeichnete%20BNE%20vor%20Ort_final.pdf

Bildung zum Schutz der Erde
Schützer der Erde e.V.

Projekte zu ganzheitlicher BNE, Naturpädagogik & Ernährungsbildung für
Kinder und Jugendliche, Ausbildung von Lernbegleitenden,
Videoselbstlernkurse mit „Reisen zum Planeten der Zukunft“ Spielgeschichten
https://schuetzer-der-erde.de/

Biodiversität
Vielfalt an Arten, Genetik und Ökosystemen

Der Begriff Biodiversität steht für Vielfalt in drei Bereichen:

  1. Vielfalt an Ökosystemen: Diversität an Lebensräumen für Organismen. Solche Lebensräume sind zum Beispiel Korallenriffe, Wälder und Wiesen.
  2. Artenvielfalt: Die Diversität an Mikroorganismen und Pflanzen-, Pilz- und Tierarten in einem Ökosystem. 
  3. Genetische Vielfalt: Die Diversität an Genen innerhalb einer Art oder der Arten eines Ökosystems. Ein Beispiel dafür ist die genetische Vielfalt der Tomate. Es gibt große und kleine, fruchtige und fleischige Tomaten. Sie sind genetisch unterschiedlich, gehören jedoch alle zur Art der Tomate.

Die Biodiversität der Erde bildet unsere Lebensgrundlage. Diverse Ökosysteme sind nicht nur besser angepasst auf etwaige Bedrohungen wie Krankheitserreger und der Klimawandel, die Biodiversität ist auch wichtig für unsere Wirtschaft. Unsere Nahrungsmittel, Medizin und Gesundheit hängen zusammen mit der Biodiversität der Erde. Jedoch geht die Biodiversität durch menschliches Zutun immer weiter zurück. Waldrodungen, der Anbau von Monokulturen, die Einwanderung fremder Arten in bestehende Ökosysteme, Müll und die Übernutzung unserer Ressourcen tragen alle zu diesem Rückgang bei. Schätzungsweise sterben täglich 130 bis 150 Arten aus.¹ Gleichzeitig ist die Biodiversität zusammen mit der Funktion von Ökosystemen eine der neun planetaren Belastungsgrenzen, die nicht überschritten werden dürfen, wenn die menschliche Lebensgrundlage gesichert werden soll. 

Mehr Informationen zum Thema Biodiversität findest du unter folgenden links: https://youtu.be/8Jjffw_uZeo, https://www.mpg.de/biodiversitaet.

Außerdem kannst du bei unseren Modulen vorbeischauen: Klimawandel vs. Ökosysteme, Gaia: Biologie und Geologie oder unserer Story: Du bist was du isst.

¹) Greenpeace: Artensterben. Abrufbar unter: https://www.greenpeace.de/biodiversitaet/artenkrise/artensterben.
BNE – Einstieg und Vertiefung
Sukuma arts e.V.

Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) – Erklärungen über das Konzept und die Vorteile
https://www.meine-bne.de/

BNE-Didaktik
Prof. Dr. Kersten Reich

Einführung in die Didaktik der BNE – hilfreich für den schnellen Einstieg
https://youtu.be/Vs630ZKYe-g

Bruttoinlandsprodukt (BIP)
Nominales vs. reales BIP

Das Bruttoinlandsprodukt ist ein Begriff aus der Volkswirtschaft. Es misst die wirtschaftliche Leistung eines Landes innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Eine Möglichkeit, es zu errechnen, lautet wie folgt:

BIP = privater Konsum + staatlicher Konsum + Investitionen + Exporte – Importe

Das BIP kann nominal oder real angegeben werden. Nominal heißt, dass das BIP mit aktuellen Preisen errechnet wird. Also den Preisen, die am Ende des Berrechnungszeitraums herrschten. Allerdings kann das nominale BIP täuschen. Es kann nämlich sein, dass sich gar nicht die wirtschaftliche Leistung, sondern nur die Preise innerhalb des Berechnungszeitraums verändert haben. Falls eine solche Preisänderung bekannt ist, kann sie miteingerechnet werden, indem man das nominale BIP durch die Preisänderung teilt. So erhält man das preisbereinigte oder auch reale BIP, welches die Änderung der wirtschaftlichen Leistung genauer widerspiegelt.

Weitere Informartionen findest du hier: https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/Methoden/bip.html

Fairtrade-Schools Kampagne
TransFair e.V. (Fairtrade Deutschland)

Fairer Handel in der Schule

Die Fairtrade-Schools-Kampagne bietet Schulen die Möglichkeit, sich für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen von Produzent*innen im Globalen Süden einzusetzen und aktiv Verantwortung zu übernehmen. Mit dem Titel “Fairtrade-School” können Schulen ihr Engagement nach außen tragen und zeigen, wie kreativ die Schülerinnen und Schüler sich für den fairen Handel und nachhaltigen Konsum an der Schule und im Schulumfeld einsetzen. Die Kampagne erleichtert es den Schulen mithilfe der fünf Kriterien Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) wie einen roten Faden in die verschiedenen Bereiche des Schulalltages mit einzubauen und bietet so eine Handlungsoption, den Prozess der nachhaltigen Entwicklung an der eigenen Schule und darüber hinaus voranzutreiben.

Mehr Informationen: www.fairtrade-schools.de

Gentrifizierung
Die Verdrängung einkommensschwacher Haushalte

Die Gentrifizierung beschreibt meist den Prozess, bei dem Menschen mit niedrigerem Einkommen durch den Zuzug von Menschen mit höheren Einkommen aus einem Stadtviertel verdrängt werden. Oft sind dies Stadtviertel, in denen Minderheitengruppen oder Menschen mit geringem Einkommen leben. Sie gestalten ihr Stadtviertel nach ihren (“alternativen”) Lebensweisen und ziehen damit unabsichtlich Außenstehende an. Dies sind oft Menschen mit höherem Einkommen oder höherer Bildung. Geld wird in das Stadtviertel investiert, das Viertel wird modernisiert und dadurch steigen die Mieten. Diese Modernisierungen ziehen noch mehr Menschen mit hohem Einkommen oder Bildung an und sorgen gleichzeitig dafür, dass sich frühere Bewohnende das Leben in dem Stadtviertel nicht mehr leisten können. Sie sind dazu gezwungen auszuziehen. Oft müssen sie sich dadurch von ihrer Gemeinschaft, Familie und Freund*innen trennen, Kinder müssen ihre Schule wechseln, manche Personen ziehen weit weg von ihrer Arbeitsstelle, andere werden obdachlos, weil es immer weniger Wohnraum mit geringen Mieten gibt. Dies erschwert die Situation von Menschen mit geringem Einkommen weiter, kann deren Armut verstärken und zu sozialer Ausgrenzung führen. 

Mehr Informationen findest du hier: https://www.bpb.de/themen/stadt-land/stadt-und-gesellschaft/216871/gentrifizierung-ursachen-formen-und-folgen/.

Oder überlege dir, wie deine Stadt der Zukunft aussehen würde mit dem Modul: Stadt der Zukunft.
Graswurzelbewegung
Gesellschaftliche Initiative der Bevölkerung

Ähnlich: Bürgerbewegung, Basisbewegung

Der Begriff Graswurzelbewegung steht für eine gesellschaftliche oder politische Initiative, die von der Bevölkerung selbst – also beispielsweise nicht von politisch Führenden – gestartet wird. Graswurzelbewegungen entstehen oft, aber nicht zwangsweise, in einer bestimmten Region oder aus einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe heraus. Die Graswurzel ist dabei ein Symbolbild dafür, das die Bewegung einen sogenannter bottom-up (von unten nach oben) Ansatz verfolgt, ganz gemäß der Wuchsrichtung des Grases. Im Gegensatz zu einem top-down (von oben nach unten) Ansatz werden Entscheidungen und Ziele in unteren Organisationsebenen (hier: ein Teil der Bevölkerung) beschlossen, die dann an höhere Ebenen (hier: politische Strukturen) weitergegeben werden.

Grundschulmaterialien
Klimabildung e.V.

Kinder sollten von Anfang an einen nachhaltigen Umgang mit ihrer Umwelt kennenlernen. Deshalb hat Klimabildung e.V. BNE-Materialien für die Grundschule entwickelt. Klimabildung e.V. ist ein Zusammenschluss aus Lernenden, Lehrenden und Studierenden, welche sich für Klimagerechtigkeit und BNE einsetzen.

Bildungsmaterialien für die Grundschule: https://klimabildung.org/grundschule/

Gruppe der 77 (G77)
77 Staaten des globalen Südens

Die G77 ist eine Gruppe aus 77 Ländern des globalen Südens, die sich 1964 innerhalb der UN zusammengeschlossen haben. Heutzutage hat die G77 134 Mitglieder. Sie vertritt damit rund 80% der Weltbevölkerung. Ziel der G77 ist es, die Kooperation der Staaten des globalen Südens zu verstärken und ihre wirtschaftlichen Interessen zu vertreten und durchzusetzen.

Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC)
Der Zwischenstaatlichee Sachverständigenrat für Klimaänderungen

Der Intergovernmental Panel on Climate Change (deutsch: Zwischenstaatlicher Sachverständigenrat für Klimaänderungen) ist ein Unterorgan der UN. Er ist dafür zuständig, über den aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse über den Klimawandel, über seine Auswirkungen und zukünftigen Risiken zu berichten. Außerdem klärt er über Möglichkeiten der Verlangsamung des Klimawandels auf und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Klimaforschung. Der IPCC hat damit eine ähnliche Funktion wie der IPBES in Fragen der biologischen Vielfalt und Ökosystemfunktionen.

Mehr Informationen findest du hier: https://www.de-ipcc.de/119.php

Schau gerne auch bei unseren Modulen zu diesem Thema vorbei: Meereis vs. Klimamodell, Das Klima kippt

Intergovernmental Science-Policy on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES)
Weltbiodiversitätsrat
Der IPBES ist ein Ausschuss mit 136 Mitgliedsstaaten und Teil der Vereinten Nationen. Der Ausschuss sammelt und bewertet wissenschaftliche Forschung zum Thema biologische Vielfalt und Ökosystemfunktionen. Er betreibt also selbst keine Forschung, sondern entnimmt dem jetzigen Forschungsstand zuverlässige und unabhängige Informationen. Mit diesem gesammelten Wissen erstellt er Berichte, berät politische Entscheidungstragende und stellt Empfehlungen und Handlungen zum Schutz und der nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt auf. Er hat also eine ähnliche Funktion wie der IPCC in Klimafragen.
 
Mehr Informationen findest du hier: https://www.de-ipbes.de/de/Mandat-1691.html
Kipppunkte
Reagieren bevor es zu spät ist

Klimakipppunkte lassen sich metaphorisch an einem Glas erklären, das auf einem Tisch steht. Schiebt man das Glas Richtung Tischkante, passiert erstmal nichts, bis man die Tischkante erreicht, das Glas herunterfällt und kaputt geht. Dasselbe gilt für die sogenannten Kipppunkt-Elemente. Trotz steigender Erderwärmung bleiben sie anfangs relativ stabil. Erreicht man jedoch den Kipppunkt (also in unserem Beispiel die Tischkante), dann “kippen” diese Elemente und dies hat gravierende Folgen für unsere Erde (in unserem Beispiel bricht das Glas). Das liegt daran, dass klimaschädliche Prozesse in Gang gesetzt werden, die sich selbst verstärken (= positive Rückkopplung) und die Erderwärmung weiter vorantreiben.

Ein Beispiel dafür ist das Absterben des Amazonas Regenwalds. Durch das wärmere Erdklima gibt es weniger Niederschläge über dem Amazonas. Dazu kommt die Abholzung des Regenwaldes sowie durch das warme Klima ausgelöste Waldbrände. Der Amazonas wird also durch die Erderwärmung und menschliches Zutun immer kleiner. Gleichzeitig ist er einer der wichtigsten Orte, an dem Kohlenstoff (also das C aus CO2) gebunden wird. Durch einen kleineren Regenwald wird weniger Kohlenstoff gebunden, was zu einer schnelleren Erderwärmung führt, die wiederum das Absterben des Regenwalds verschnellert. So bilder sich ein gefährlicher Teufelskreis.

Eine Auflistung und Erklärung der einzelnen Klimakipppunkte findest du hier: https://www.pik-potsdam.de/de/produkte/infothek/kippelemente.

Wenn du mehr über Kipppunkte erfahren willst, schau doch gern in unsere Module dazu rein: Das Klima kippt, Stellschrauben des Klimas, Klimasystem auf der Kippe, Kipppunkte und Klimawandel

Klimabildung
Informationszentrum Verantwortlich Handeln

Fortbildungsangebot für Schulen und Kollegien zu Klima- und Biodiversitätsproblematiken, der nachhaltigen Gestaltung von Schulen und Unterrichtsformaten sowie dem Umgang mit Klimaangst von Lernenden. Publikation mit Leitlinien zur Klimabildung für alle Schulen und Fächer. https://www.informationszentrum-verantwortlich-handeln.de/

Klimabildung für Schulen
Schools for Future

Registrierung von Schulteams und Zusammenstellung von Unterrichtsmaterialien und Projekten zu Klimawandel und Nachhaltigkeit.

Mehr Informationen: https://schoolsforfuture.net/de/

Komplexität/ Komplexe adaptive Systeme
Die Aufmachung unserer Welt

In unserer Natur finden sich viele komplexe adaptive System. Komplex bedeutet, dass diese Systeme aus vielen verschiedenen Elementen bestehen, die zusammenhängen und miteinander wechselwirken. Adaptiv bedeutet, dass sich die Systeme an Umwelteinflüsse anpassen können. Komplexe adaptive Systeme finden sich überall auf unserer Erde wieder. Ein Beispiel dafür sind Ökosysteme wie Wälder oder Seen, das Immunsystem oder auch soziale Gruppen wie politische Parteien.

Komplexe adaptive Systeme zeichnen sich dabei durch vier Eigenschaften aus:

  1. Agenten: Die komplexen adaptiven Systeme bestehen aus Agenten, die im Vergleich zum ganzen System relativ einfach sind. Das können zum Beispiel die Menschen oder Strategien sein, die eine politische Partei ausmachen. 
  2. Nichtlinearität: Die Entwicklungen in komplexen adaptiven Systemen verlaufen durch das Zusammenspiel der verschiedenen Faktoren nur ganz selten linear. Ein Beispiel dafür wäre die Anzahl an Menschen auf der Erde. Wäre diese Zahl nur von der Geburtenrate abhängig, würde sie linear wachsen. Allerdings kommen in der Realität noch viele andere Faktoren wie Krankheiten, Umweltkatastrophen und Nahrungsmittelknappheit hinzu, die einen Einfluss auf die Anzahl an Menschen nehmen. Diese Nichtlinerität hat zur Folge, dass kleine Änderungen im Systeme große Konsequenzen haben kann.
  3. Autonomie: Es gibt niemanden, der die Macht in einem komplexen adaptiven System hat und die Agenten steuert. Vielmehr entscheiden die Agenten selbst, wie sie handeln, auch wenn dies durch andere Agenten beeinflusst werden kann.
  4. Emergenz: Ein komplexes adaptives System ist mehr als die Summe seiner Elemente. Vielmehr bilden sich Verhaltensmuster und Zusammenhänge heraus, die häufig nicht vorhersehbar sind und für jedes System einzigartig.
Länder des globalen Südens/ Nordens
Keine geografische Unterteilung
Als Länder des globalen Südens werden die Länder bezeichnet, die in einer benachteiligt Position gesehen werden. Das wird unter anderem an wirtschaftlichen, politischen und technologischen Faktoren festgemacht. Die Länder des globalen Südens stehen im Gegensatz zu denen des globalen Nordens: Also solche Länder, die in einer privilegierten Situation sind. Der Begriff ist somit nicht an die geografische Lage eines Landes gekoppelt. Beispielsweise werden Australien und Neuseeland im Allgemeinen als Länder des globalen Nordens bezeichnet, obwohl sie geografisch im Süden liegen.
Mineralien/ mineralische Rohstoffe
Die Bausteine unserer Erde

Mineralien sind Stoffe, die natürlich in der Umwelt vorkommen. Erde und Gesteine bestehen beispielsweise aus einer Mischung von Mineralien. Auch manche Schmucksteine wie Diamanten, Salz und Metalle bestehen aus Mineralien. Mineralische Rohstoff finden deshalb in vielen Bereichen Einsatz auch in der Wirtschaft. Deutschland ist dabei einer der größten Verbraucher von mineralischen Rohstoffen weltweit. Allerdings sind Mineralien eine endliche Ressource, können also weder von Pflanzen noch Tieren oder Menschen hergestellt werden. Da immer mehr mineralische Rohstoffe genutzt werden, werden sie knapp. Zum Teil können sie recycelt werden, allerdings ist das teuer und wird deshalb nicht oft gemacht. Das ist vor allem für die angestrebte Energiewende ein Problem, da für erneuerbare Energien viele mineralische Rohstoffe benötigt werden.

Wenn du dich weiter mit dem Thema Mineralien(knappheit) beschäftigen möchtest, schau in einem unserer Module dazu vorbei: Erneuerbare Energien, Verkehrswesen der Zukunft.
Neolithische Revolution
Das sesshaft werden der Menschheit

Vor ungefähr 12000 Jahren änderten die Menschen ihre Lebensweise drastisch. Statt weiterhin herumzuziehen, zu jagen und zu sammeln, ließen sich die ersten Menschen in Südwestasien nieder und betrieben Ackerbau und Viehzucht. Dieses sesshaft werden wird als bedeutender Schritt hin zu der heutigen Lebensweise der meisten Menschen gesehen und auch als Neolithische Revolution bezeichnet. 

Novel entities
Vom Menschen gemachte Stoffe

Ökosystem
Wälder, Wüsten, Seen: Lebensraum und Lebensgemeinschaft

Der Begriff Ökosystem beschreibt den Lebensraum und die Lebensgemeinschaft von Lebewesen. Der Lebensraum (Biotop) beschreibt unbelebte Faktoren (abiotische Faktoren), die in einem Gebiet vorherrschen. Dazu gehören der Niederschlag, Wind, Temperatur und die Bodenbeschaffung. Der Lebensraum wird von Lebensgemeinschaften (Biozönose) besiedelt. Als Lebensgemeinschaft bezeichnet man die Gesamtheit der Tiere, Pflanzen, Pilze und anderen Lebewesen, die zusammen in dem Lebensraum leben. Beispiele für Ökosysteme sind Wälder, Wiesen, Seen oder Korallenriffe.

Ökosysteme sind offen, dynamisch und komplex. Sie sind offen, weil Lebewesen und andere Faktoren nicht am Rande des Ökosystems halt machen. Beispielsweise kann ein Fuchs, der im Wald lebt, auf eine Wiese laufen und somit das Ökosystem wechseln. Ökosysteme werden als dynamisch beschrieben, weil sie sich an ändernde Bedingungen wie ein Überfluten oder steigende Temperaturen so weit wie möglich anpassen. Zu guter Letzt sind sie komplex, weil die Lebewesen und Umwelt im Ökosystem in vielen komplizierten Beziehungen zueinander stehen und miteinander wechselwirken.

Die Funktion von Ökosystemen gehört gemeinsam mit der Biodiversität zu den neun planetaren Belastungsgrenzen, die nicht überschritten werden dürfen, wenn die menschliche Lebensgrundlage gesichert werden soll.

Mehr zum Thema Ökosysteme findest du in diesem Video: https://studyflix.de/biologie/okosystem-2524 oder in unseren Modulen: Klimawandel vs. Ökosysteme, Die Grenzen des Wachstums Teil 2 oder Teil 3. Du kannst mit unserem Modul 1fach handeln – Schulgarten/Schulwald auch dein eigenes Ökosystem anlegen oder in unserer Story Das Spiel mit dem guten Leben mehr über die globalen Auswirkungen der Zerstörung von Ökosystem erfahren.
Peak Oil
Der Höhepunkt der Erdölförderung

Peak Oil beschreibt den Punkt, an dem die geförderte Menge von Erdöl nicht mehr wächst, sondern abnimmt. Erdöl ist ein fossiler Rohstoff. Vereinfacht gesagt heißt das, dass es aus Plankton und tierischen und pflanzlichen Überresten entsteht, die vor sehr langer Zeit gelebt haben. Das Erdölvorkommen ist damit auf eine bestimmte Menge begrenzt und seine Förderung kann nicht ins unendliche weiterwachsen. Das Überschreiten des Peak Oil Punktes kann gravierende Konsequenzen für die Wirtschaft haben, da viele Industrien von Erdöl abhängig sind. Dazu gehört auch die Landwirtschaft. Hier könnte ein Erdölrückgang beispielsweise zu deutlich höheren Lebensmittelpreisen führen. Gleichzeitig ist die Erdölindustrie einer der größten Produzenten von CO2. Geht die Erdölförderung zurück, ist das also gut fürs Klima.

Pescetarismus
Ernährungs- und Lebensweise

Der Pescetarismus ist im Kern eine Ernährungsweise (siehe auch Veganismus, Vegetarismus). Menschen, die sich pescetarisch ernähren, essen kein Fleisch. Im Gegensatz zu Vegetariern esse sie jedoch Fisch. Unabhängig davon geht der Pesectarismus häufig über die reine Ernährungsweise heraus, da Tierteile auch zur Produktion von Nicht-Nahrungsmitteln genutzt werden (z. B. Tierhaut für Lederwaren). Pescetarismus schützt damit sowohl einen Teil der Tiere als auch die Umwelt, wenn auch nicht so effektiv wie der Vegetarismus oder Veganismus.¹

Wenn du dich mehr mit dem Thema Nachhaltigkeit und Ernährung beschäftigen möchtest, schau doch bei einem unserer Module zu diesem Thema vorbei: Wasserverbrauch von Lebensmitteln, Mit Texten informieren und argumentieren, Soja-Schnitzeljagd, CO2-Emissionen von Lebensmitteln, 1fach handeln – nachhaltig kochen, !Planet-N in Vertretungsstunden. Wir haben auch eine Story, die sich mit Ernährung und ihren globalen Auswirkungen beschäftigt: Du bist, was du isst.

¹) Poore, J., & Nemecek, T. (2018). Reducing food’s environmental impacts through producers and consumers. Science, 360 (6392), 987-992; Aleksandrowicz, L. et al. (2016). The impacts of dietary change on greenhouse gas emissions, land use, water use, and health: a systematic review. PLoS One 11(11).

Planetare Belastungsgrenzen
Neun Grenzwerte zur Sicherung der menschlichen Lebensgrundlage

Die planetaren Belastungsgrenzen sind Grenzwerte in neun verschiedenen Bereichen, deren Überschreiten sich negativ auf die Umwelt und somit auf die Lebensgrundlage der Menschheit auswirkt. Einige dieser Grenzwerte wurden bereits überschritten, beispielsweise in den Bereichen Artensterben, Stickstoff- und Phosphorkreisläufe und Klimawandel. Um eine nachhaltige Lebensgrundlage und globale Gerechtigkeit zu gewährleisten, dürfen weitere Grenzen nicht übertroffen werden und müssen bereits überschrittene Werte so weit wie möglich eingedämmt werden.

Wenn du mehr über planetare Belastungsgrenzen erfahren möchtest, schau doch mal in unsere Module zu dem Thema vorbei: Ökologische Belastungsgrenzen (2009), Ökologische Belastungsgrenzen (2015) oder lies dir unseren Glossar Eintrag zum Thema novel entities durch.

Ansonsten findest du auch hier mehr Informationen: https://www.helmholtz-klima.de/planetare-belastungs-grenzen
Runaway Climate Change
Außer Kontrolle geratenes Klima

Der Runaway Climate Change bezeichnet ein Szenario, indem der Klimawandel sich durch vom Menschen angestoßene Prozesse so selbst verstärkt, das der Mensch nicht mehr in der Lage ist, ihn zu stoppen. Der Mensch verliert dann so zu sagen die Kontrolle über das Klima. Das wäre der Fall, wenn die sogenannten Kipppunkte überschritten werden. Ein Beispiel dafür ist das Absterben des Amazonas Regenwalds. Durch das wärmere Erdklima gibt es weniger Niederschläge über dem Amazonas. Dazu kommt die Abholzung des Regenwaldes sowie durch das warme Klima ausgelöste Waldbrände. Der Amazonas wird also durch die Erderwärmung und menschliches Zutun immer kleiner. Gleichzeitig ist er einer der wichtigsten Orte, an dem Kohlenstoff (also das C aus CO2) gebunden wird. Durch einen kleineren Regenwald wird weniger Kohlenstoff gebunden, was zu einer schnelleren Erderwärmung führt, die wiederum das Absterben des Regenwalds verschnellert. So bilder sich ein gefährlicher Teufelskreis.

Eine Auflistung und Erklärung der einzelnen Klimakipppunkte findest du hier: https://www.pik-potsdam.de/de/produkte/infothek/kippelemente.

Wenn du mehr über Kipppunkte und den Runaway Climate Change erfahren willst, schau doch gern in unsere Module dazu rein: Das Klima kippt, Stellschrauben des Klimas, Klimasystem auf der Kippe, Kipppunkte und Klimawandel
Spanische BNE Materialien
FUHEM: Fachbezogen und interdisziplinäre didaktische Einheiten

Die spanische Stiftung FUHEM bietet eine Reihe von Materialien zu ökosozialer Bildung an, die speziell auf den Einsatz in verschiedenen Schulfächern und auch in interdisziplinären Projekten zugeschnitten sind.

Kostenfreie Materialien, die über verschiedene Filter gesucht werden können: https://tiempodeactuar.es/materiales-curriculares/

Professionell ausgearbeitete Arbeitshefte zu verschiedenen Themenblöcken, die fächerübergreifend in Projekten behandlet werden können: Materialies curriculares con perspectiva ecosocial

 

Sport & BNE
Klima bewegt!

Klima bewegt! ist ein Projekt der Technischen Universität München zur Implementierung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in den Sportunterricht. Dafür wurden Spiele und Übungen entwickelt, die verschiedene Bereiche der BNE spielerisch vermitteln. Die Unterrichtsmaterialien dazu findest du unter https://www.sg.tum.de/sportdidaktik/praxismaterialien/klima-bewegt/.

Sustainable Development Goals (SDGs)
17 Ziele für nachhaltige Entwicklung

2015 hat sich die UN einen Plan – die Agenda 2030 – verabschiedet, um unseren Planeten zu schützen, Wohlstand zu fördern und einen nachhaltigen Weltfrieden zu erreichen. Dafür wurden 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung definiert, die bis 2030 erreicht werden sollen. Diese Ziele sind auch bekannt in ihrer englischen Version als Sustainable Development Goals oder kurz SDGs. Sie richten sich an alle, egal ob Staaten, Organisationen, Unternehmen oder einzelne Personen und sind Nachfolger der sogenannten Milenium Development Goals: 8 Ziele mit ähnlichem Hintergrund, die bis 2015 umgesetzt werden sollten.

Die konkreten Ziele findest du hier: https://unric.org/de/17ziele/

Schau gerne auch in einem unserer Module zu diesem Thema vorbei: Agenda 2030 und Nachhaltige Entwicklung , SDGs in der Kunst, Was ist Entwicklung?, How to transform our world
Transition Town
Stadt im Wandel

Die Transition Town Bewegung wurde 2006 in Großbritannien gestartet aus dem Gedanken heraus, dass zu wenig für den Umwelt- und Klimaschutz getan wird. Projekte im Rahmen dieser Bewegung gibt es mittlerweise in vielen Orten der Welt, vorwiegend aber in den Ländern des Nordens. Ziel der Bewegung ist es, lokale Gemeinschaften aufzubauen, weitgehend unabhängig von fossilen Rohstoffen und klimagerecht zu leben. Dafür wird beispielsweise so weit wie möglich lokal gewirtschaftet und produziert. Eine Transition Town muss dabei entgegen dem Begriff “Town” nicht eine ganze Stadt sein, sondern kann auch kleinere Projekte und Gemeinschaften wie Nachbarschaften oder Dörfer beschreiben.

United Nations Organization (UN/ UNO)
Was ist die UN und was ist ihr Ziel?

Die UN ist eine internationale Organisation mit Hauptsitz in New York City in den USA. Eine internationale Organisation ist ein Zusammenschluss von Staaten. Bei der UN sind seit 2011 193 Staaten vertreten – also fast alle Staaten der Welt. Die UN wurde nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet und hat das erklärte Ziel, den Weltfrieden zu bewahren und internationale Kooperation zu fördern. Dafür ist sie untergliedert in verschiedene (Neben-)Organe, die gemeinsam ein komplexes System ergeben. Ein wichtiges Unterorgan im Bereich der Nachhaltigkeit ist das IPCC (deutsch: Zwischenstaatliche Sachverständigenrat für Klimaänderungen).

Mehr über die UN erfährst du hier: https://dgvn.de/un-im-ueberblick

Vegan(ismus)
Ernährungs- und Lebensweise

Der Veganismus ist im Kern eine rein pflanzliche Ernährungsweise (siehe auch Vegetarismus, Pescetarismus). Das bedeutet, dass keine Produkte gegessen werden, die (teilweise) von Tieren stammen – sprich kein Fleisch, Fisch, Ei, Kuhmilch oder Honig. Darüber hinaus bezeichnet der Veganismus auch eine Lebensweise, die das Ziel verfolgt, soweit wie möglich auf alle Formen der Ausbeutung und Grausamkeiten gegenüber Tieren zu verzichten und tierfreie Alternativen zu fördern. Zum Beispiel verzichten vegan lebende Menschen auch auf Leder und Wolle und auf Kosmetik, für die Tierversuche durchgeführt werden. Vegan zu sein trägt dabei nicht nur zum Tierwohl bei, sondern ist laut einer 2018 durchgeführten Studie¹ sogar der beste Weg, um die eigenen negativen Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren.

Wenn du dich mehr mit dem Thema Nachhaltigkeit und Ernährung beschäftigen möchtest, schau doch bei einem unserer Module zu diesem Thema vorbei: Wasserverbrauch von Lebensmitteln, Mit Texten informieren und argumentieren, Soja-Schnitzeljagd, CO2-Emissionen von Lebensmitteln, 1fach handeln – nachhaltig kochen, !Planet-N in Vertretungsstunden. Wir haben auch eine Story, die sich mit Ernährung und ihren globalen Auswirkungen beschäftigt: Du bist, was du isst.

¹) Poore, J., & Nemecek, T. (2018). Reducing food’s environmental impacts through producers and consumers. Science, 360 (6392), 987-992.

Vegetarismus
Ernährungs- und Lebensweise

Der Vegetarismus ist Kern eine Ernährungsweise (siehe auch Veganismus, Pescetarismus). Menschen, die sich vegetarisch ernähren, nehmen keine Tiere zu sich. Das beinhaltet alle Tierarten – also neben Fleisch auch Fische, Vögel und Insekten sowie verarbeitete Formen wie tierische Gelatine (oft in Gummibärchen zu finden). Tierische Produkte für die kein Töten des Tieries notwendig ist, wie zum Beispiel Kuhmilch oder Honig werden weiter verzehrt. Der Vegetarismus wird nicht auf der ganzen Welt gleich verstanden. Beispielsweise gibt es Teile Asiens in denen Ei als nicht vegetarisch angesehen wird, während vegetarisch lebende Menschen in großen Teilen Europas weiterhin Ei essen. Unabhängig davon geht der Vegetarismus häufig über die reine Ernährungsweise heraus, da Tierteile auch zur Produktion von nicht-Nahrungsmitteln genutzt werden (z.B. Tierhaut für Lederwaren). Vegetarisch leben schützt damit sowohl Tiere als auch die Umwelt, wenn auch nicht so effektiv wie der Veganismus.¹

Wenn du dich mehr mit dem Thema Nachhaltigkeit und Ernährung beschäftigen möchtest, schau doch bei einem unserer Module zu diesem Thema vorbei: Wasserverbrauch von Lebensmitteln, Mit Texten informieren und argumentieren, Soja-Schnitzeljagd, CO2-Emissionen von Lebensmitteln, 1fach handeln – nachhaltig kochen, !Planet-N in Vertretungsstunden. Wir haben auch eine Story, die sich mit Ernährung und ihren globalen Auswirkungen beschäftigt: Du bist, was du isst.

¹) Poore, J., & Nemecek, T. (2018). Reducing food’s environmental impacts through producers and consumers. Science, 360 (6392), 987-992; Aleksandrowicz, L. et al. (2016). The impacts of dietary change on greenhouse gas emissions, land use, water use, and health: a systematic review. PLoS One 11(11).

Whole School Approach
Greenpeace

Für Fragen wie: „Was sind die ersten Schritte, um meine Schule klimaneutral aufzustellen?“ und „Wie nehme ich die Schulgemeinschaft mit, begeistere Schüler:innen, Eltern und Kolleg:innen?“ gibt es die „Whole School Approach“-Handreichung mit Impulsen und Antworten, um zusammen mit Ihnen die aktive Arbeit für den Klimaschutz und die Jugendbeteiligung in die Schule zu bringen.

https://www.greenpeace.de/presse/publikationen/whole-school-approach

Zukunftsarchiv – Geschichten des Gelingens
Stiftung Zukunftsfähigkeit - Futur 2

Positive Zukunftsvisionen und Inspirationen zur Transformation der Gesellschaft
https://futurzwei.org/